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Uzbekistan, last day, was bleibt?

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Einmal kreuz und quer durch Uzbekistan. 3000km durch den Wüstenstaat mit Fahrrad, Bus & UzbekRail.  Unspektakulär pünktlich erreicht der Zug nach 18h Fahrt um 6:05h Tashkent Südbahnhof. Hinein in den 57er geht es durch die noch schlafende Hauptstadt zum Hostel, um das Gepäck los zu werden. Am letzten Tag bleibt nur noch wenig zu erledigen. Zum Frühstück noch einmal auf den Chorsu Bazar, zum Abschied noch einmal Plov und Saladki in den Garküchen der Hauptstraßen rund um den Markt. Ein letzter Rundgang über den Gewürzbasar; vieles wirkt jetzt banal und längst nicht mehr so fotogen wie beim ersten Besuch zu Beginn der Reise.  Der Chorsu, der Bauch der Stadt, mit seinen blauen Ornament-pilzartigen Kuppeln hat ein wenig seinen Reiz verloren. Nach 40Tagen im Land ist die Übersättigung da, die fiebrige Spannung was Neues zu entdecken ist verflogen.  Postkarten und Klebeband für das Aufgabegepäck sind die letzten Pflichtaufgaben. Zurück im Hostel gibts dann doch noch eine ech...

Abschied aus der Wüste

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18Stunden im 4er Abteil. Bevor alle in Bewegung geraten r echtzeitig vom Gegner lösen und ja nicht in das Gedränge vor der Tür geraten. Aber der Bahnsteig füllt sich so rasant und die Wagenreihung ist auch noch falsch herum. Ich stehe vor Wagen 22, Wagen 5, ist der letzte der Zuges. Das ist meiner. Die Information der Frau am Infotresen war ein fake. Kommt in Hamburg beim ICE einem GAU nahe, hier aber hat sowieso jeder seine Liege und der Ticketabgleich an der einzig geöffneten Tür des Waggons entschleunigt gewaltig. Wieder sind alle Schaffner vor ihren Wagen in Uniform angetreten Der Schaffner freut sich als er meinen Pass entdeckt und gestattet sich einige Brocken deutsch zur Freude der Mitreisenden Germaniy, bitte, danke sehr, auf wiedersehn... Ich habe entgegen meiner Überzeugung Platskartny zu fahren ein Upgrade genommen, ein Bett im 4er Abteil, die Heimreise ist noch lang genug. Es gibt nun Bettlampen, die Pritsche ist breiter und der Salon hat Teppich. Ansonsten ist alles unver...

Leaving Karakalpakstan

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Letzter Tag in Nukus. Ein letztes Mal auf die Innenstadt Richtung Bazar. Nukus und sein Bazar ist in mancherlei Hinsicht anders als andere Städte. Im Gegenteil zu den Touristenstädten kommt der Tourist hier in der Stadt ganz unverblümt mit Armut in Kontakt. Unvermittelt stößt der Tourist auf dem Bazar auf eine Menschenmenge von 200Personen, meist Frauen, die um Reis anstehen.  Es ist von der Regierung verkaufter, verbilligter Reis, 1x/Woche und die Security hat jede Mühe in dieser lautstarken, tumultartigen Szene die Ordnung aufrecht zu erhalten. Es zeigt trotz der Fülle auf den Bazaren, es ist bei einer ganzen Reihe Familien knapp mit dem Geld. Genauso wie die große Gruppe junger Mütter mit ihren zahlreichen Kleinkindern in schlechter Kleidung, die jeden Nachmittag auf dem Platz vor der Softeisdiele der kleinen Mall die Bazarbesucher, Einheimische genauso wie Touristen penetrant um Bargeld bittet. Sie gehören zur Minderheit der Cygane und damit zur wirtschaftlich schwächsten Grupp...

Moynaq. Letzter Sonntag in Uzbekistan

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Moynaq Tag 2.  Die Zeit läuft aus in Uzbekistan. Die letzte Woche beginnt. Sonntagmorgen in Moynaq. Sonntag in der Provinz.Taschkent ist weit. Es gibt keine weiteren Gäste im Hostel, wie es wohl z.Zt. auch keine weiteren westl.Touristen gibt.  Es ist Markttag auf dem kleinen staubigen Platz der eine Art Ortszentrum bildet. Das Angebot ist begrenzt. Es sind die Erzeugnisse der Bauern der Umgebung, Milch wird in gebrauchten Colaflaschen verkauft.  Überfluss und Luxus ist nicht zu sehen, die Kleinbauern bieten ihre Ernte feil, es wird das angeboten, was zum Leben gebraucht wird. Die nächste große Stadt ist Kungrad und fast 100km entfernt. Touristen laufen unter dem Radar durch. Ausser 10 rostigen Schiffen auf dem Grund eines ausgetrockneten Sees und einem kleinen Museum hat Moynaq nichts für Touristen zu bieten. Das sich hier eine der größten Umweltkatastrophen des 20.Jh. unverblümt beobachten läßt, ist für die verbliebenen locals von heutzutage von zweitrangiger Bedeutung. ...