Tashkent, Capital of Uzbekistan


Taskent. Der erste Eindruck nach der Landung des A330neo ist herb.
Die grosse Maschine parkt auf dem Vorfeld weit entfernt vom Empfangsgebäude, einige UzbekistanAirlines Airbus sind zu sehen und die Gebäude wirken stark in die Jahre gekommen. 

Die vorgefahrenen 6 Busse sind normale Linienbusse, alles wirkt improvisiert, aus der Zeit gefallen, vom gewohnten Standart sichtbar entfernt. Es erinnert an die Szene in Murmansk, wo ddas Gepäck der Passagiere in einem alten Gaz-Pritschenlaster händisch in die Maschine geladen wurde.
Da es in Strömen regnet bleibt keine Zeit für Fotos.

Innen eine Immigration im Charme der sowjetischen 80er, nicht nur die Officers wirken kühl korrekt. Keine Fragen nach Corona und Co.

Insgesamt wirkt nach einer schlaflosen Nacht in aufrechter Sitzposition an diesem Morgen alles ein wenig schal. 

Immerhin über Video der Gepäckhalle ist der Fahrradkarton im ankommenden Gepäck der Passagiere zu entdecken,das hebt die Stimmung dann doch, das Fahrrad ist also mitgeflogen.

Das Fahrrad als letztes an die Reihe nach allen anderen Passagieren, doch dann geht alles ziemlich schnell. Keine Durchleuchtung, keine weiteren Formalitäten, kein PCR und nach 1h befinde ich mich draußen im Dauerregen unter der Überdachung des Taxistands vor dem überdimensionierten Empfangsgebäude und baue das Rad zusammen. 

Die Luftpumpe bricht gleich beim ersten aufpumpen der Reifen, alles zieht sich ein wenig hin, während über mir ein kräftiger Landregen nieder geht. Zugegeben, so hatte ich mir den Start nicht vorgestellt. 

Dabei ist es seit 2020 der 3. Anlauf für Zentralasien. Zweimal war ich vorbereitet hatte gepackt und Visa und Permit für GBAO besorgt und dann zog THY kurzfristig die Flüge zurück. Corona. Diese Jahr sieht es besser aus.

Das eigentliche Ziel den Pamir Highway, die legendäre M41 zu fahren, der Heilige Gral aller Fernfahrer, liegt auch in diesem Jahr in weiter Ferne. Die Grenzen am Kysyl Art Pass sind immer noch zu. 

Es gibt keinen Verkehr touristischer Art zwischen Tajikistan und Kyrgyzstan. Wer AK Baital überwunden hat muss zurück nach Duschanbe und von dort über das Fergana Tal nach Osh. Eine baldige Re-Öffnung der Grenze ist überhaupt nicht abzusehen. Gleiches gilt anscheinend für die Grenze bei Karamyk, die schon seit Jahren für Ausländer gesperrt ist.

Aber wir kommen der Sache immerhin näher. Dieses Jahr also (nur)Uzbekistan mit einem kleinen Besuch jenseits der Grenze um die Stimmung an der Grenze auszuloten. Die erste Fahrradreise nach der Karelien Tour 2019. Das erste Mal seit drei Jahren wieder Gepäck und Ausrüstung zusammenstellen.

Der Start meiner Seidenstrassentour. Welcome to Uzbekistan 2022. 










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