Qarshi
Trotzdem war der Besuch mein Highligh, denn die Besitzerin, Besucher und ihr taubstummer Sohn freuten sich so sehr über Besuch aus Deutschland, daß die Fröhlichkeit ansteckend war ohne einander zu verstehen.
Und ein Foto war ein Muß. Wir verstehen uns nicht, das Essen wird Nebensache, aber es berührt einen.
Es gibt Orte, die erreicht man und bleibt nur wegen des überkommenen Registration Gesetzes und der Sorge, bei der Ausreise später Probleme zu haben.
Qarshi ist so ein Ort.
Qarshi ist die erste große Stadt auf der Reise, die nicht in den Hochglanzprospekten der Reiseveranstalter auftaucht. Eine Normalstadt. Das, was sich in Shahrisabz schon andeutete ist hier offensichtlich. Eine moderne Stadt aus der Retorte, ohne Historie. Warum eigentlicht läßt sich nichts finden?
In fast allen Teilen der Innenstadt fehlt ältere Bausubstanz. Eine Stadt wie für Autos gemacht. Qarshi ist so ein wenig der feuchte Traum deutscher Autofahrer. Keine Fahrradfahrer, breite Boulevards, kurze Ampelphasen für Fussgänger, sollten sie doch die 80m breiten Strassen überqueren wollen.
Funktionelle Städte, mit allem was man braucht, aber mit einem uzbekischen Charme, der westliche Besucher bisweilen verstört. Uzbekische Normalstädte sind kein Krakow, Morlaix oder Dinkelbühl.
Heute hier, am nächsten Tag sind es lässige 80km nach Mubarak, die erste Hälfte der Strecke nach Bukhara.
Es ist eine Oasestadt mitten in der Wüste. Frühes Aufbrechen vor 6:00h ist Pflicht, um nicht in die Hitze am Mittagzu geraten. Nur eine Gostinitza gibt es im Ort, die gilt es zu finden und hoffen, daß sie nicht ausgebucht ist.
Alternativen wird es an diesem Tag nicht geben.

















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